Wachstum durch ein zweites Standbein wird den Druckmaschinenbereich langfristig sichern.

Die Schweizer Zeitungstechnik-Spezialisten der //wifag Services sind wieder ein eigenständiges, unabhängig agierendes Unternehmen. Rückwirkend zum 1. April 2018 hat die WIFAG-Polytype Group (Fribourg/Schweiz) den bisherigen Geschäftsbereich „//wifag Services“ an eine Gruppe von Unternehmern aus dem Kanton Bern verkauft. Andres Kernen, einer der neuen Eigentümer, ist auch Mitglied im Verwaltungsrat der neu entstandenen WIFAG Services AG (www.wifag-services.com).
Zum Geschäftsführer des Unternehmens wurde der langjährige //wifag Services-Vertriebsexperte Pascal Clémençon berufen. Ein klares Signal in den Markt ist auch die Teilnahme von //wifag Services an der IFRA-Expo im Oktober in Berlin.

Die weiterhin in Fribourg ansässige //wifag Services führt nun vollumfänglich den weltweiten Service sowie das Ersatzteil-, Retrofit- und Projekt-Geschäft für die //wifag Services-Kunden fort. Dies geschieht mit einem sehr langfristigen Fokus. Deshalb wurden alle bisherigen rund 25 Mitarbeiter des Geschäftsbereichs //wifag Services durch das neue Unternehmen übernommen. Auf weitere 15 Mitarbeiter der WIFAG-Polytype kann zusätzlich zurückgegriffen werden.

//wifag Services grosses Potenzial

Die Eigentümer der WIFAG Services AG sind kapitalkräftige Unternehmer aus der Region Bern, die diverse eigene Firmen besitzen. CEO Pascal Clémençon: „Die neuen Eigentümer sahen das grosse  Potenzial in der Belegschaft der //wifag Services, welche mit langjährigem Namen weltweit, der Schweiz und im Speziellen auf den Plätzen Bern und Fribourg gut verankert ist.“ Seit ihrer Gründung 1904 bis zur Stilllegung der Produktion in Bern und dem Umzug nach Fribourg zur Schwesterfirma  Polytype war die //wifag Services in der Schweizer Bundeshauptstadt ansässig gewesen.

Präsident des Verwaltungsrates der neuen Firma ist Martin Kindler, Rechtsanwalt und Notar aus Bern. Neben Andres Kernen, auch Eigentümer der Firmen Hovelit AG und Archimedes Industrial AG, gehört CEO Pascal Clémençon zum dreiköpfigen VR.
Mitglieder der Geschäftsleitung sind die langjährigen //wifag Services-Führungskräfte Hugo Haymoz (mit der Verantwortung für den Bereich Service/Ersatzteile), Martin Santschi (Verkauf/Projekte) und Thomas Balsiger (Administration/Logistik)

Geschäftsleitung Wifag Services AG

Warum der Kauf der //wifag Services?
Andres Kernen, Unternehmer:
«Es wäre jammerschade gewesen, eine Firma, welche so gut aufgestellt ist und viele hochqualifizierte Fachkräfte hat, nicht weiterzuführen.»

//wifag Services der Druckmaschinenbereich an erster Stelle

Das Ziel der //wifag Services ist es, die bisherigen Tätigkeiten rund um die installierte Druckmaschinenbasis an erster Stelle nachhaltig und in gewohnter Qualität sicherzustellen. Um dieses Kerngeschäft langfristig abzusichern, soll das Unternehmen wachsen und attraktiv für neue Fachkräfte werden. Um dies wiederum zu erreichen, wird //wifag Services ein zweites Standbein in einer ähnlich gelagerten Industrie aufbauen. Bereits ab diesem Sommer ist beabsichtigt, das Personal soweit aufzustocken, dass die Hauptaktivitäten im Druckmaschinenbereich (Automation, Engineering, Service) langfristig abgesichert sind, flexibler auf Kundenwünsche eingegangen und das „zweite Standbein“ aufgebaut werden kann. Mit diesem will man spätestens 2020 an den Start gehen.

//wifag-Anwender aus mehreren europäischen Ländern wurden bei einem zweitägigen Treffen Mitte Juni in Münchenwiler bereits aus erster Hand über die Veränderungen informiert. Die Tatsache, dass //wifag Services nun wieder völlig unabhängig und solide finanziert seine Zukunft selbst in die Hand nehmen kann, wurde bei den Anwendern einhellig begrüsst.

Wifag Uer Meeting 2018
//wifag User Meeting 2018 Teilnehmer

Besonderes Interesse bestand natürlich am geplanten „zweiten Standbein“. CEO Pascal Clémençon versicherte, so bald dazu gesichert Auskunft gegeben werden könne, würden auch umgehend die entsprechenden Informationen erfolgen. Er traf dazu die Aussage, dass dieser zusätzliche Geschäftsbereich für //wifag Services nichts mit dem Bau von Druckmaschinen oder Druckmaschinen-Komponenten zu tun habe.

Die //wifag Services ist sehr aktiv

Dass die //wifag Services sehr aktiv ist, zeigten die ausführlichen Einblicke in die Projekte und Serviceaktivitäten, welche Martin Santschi und Hugo Haymoz den //wifag-Anwendern gaben. In den vergangenen zwei Jahren seit dem User Meeting 2016 fanden so herausfordernde Projekte statt, wie der Umbau eines kompletten 4c-Turms auf einen veränderten Zylinderumfang und dessen Umzug in Frankreich oder die Neukonfiguration einer kompletten Rotation in Indien, um neue Produktionswege und den UV-Druck zu ermöglichen.

Dass umfangreiche Retrofit-Projekte oder Maschinenverlagerungen ebenso zuverlässig und kostengünstig durch //wifag Services erfolgen, zeigen aktuelle Projekte in der Schweiz und in den USA, wo zum Beispiel in Naples (Florida) ein komplettes Steuerungs-Retrofit der Maschine erfolgte. Viele //wifag-Betreiber sehen sich mit der Notwendigkeit konfrontiert, Steuerungen und Antriebe zu modernisieren, weil Komponenten durch die jeweiligen Lieferanten abgekündigt oder nicht mehr unterstützt werden. Die Spezialisten der //wifag Services haben deshalb Umbau-Lösungen konzipiert, die durchweg auf marktgängigen Standardkomponenten basieren. Einige Beispiele, etwa der Ersatz von Bedienpanels durch Touchscreens, wurden ausführlich beim User Meeting vorgestellt.
Hugo Haymoz, Leiter Service/Ersatzteile, präsentierte aussagekräftige Zahlen über den Umfang der geleisteten Serviceeinsätze in jüngster Zeit. Ein großer Teil dieser Einsätze fand aufgrund von Interventionsguthaben aus Serviceverträgen statt. Vor allem das Serviceprodukt „Zustandsbeurteilung“ für den Falzapparat, die Druckwerke oder andere Anlagekomponenten wird von den Unterhaltsverantwortlichen der Druckhäuser sehr oft nachgefragt. Vermehrt budgetieren die Druckereien nicht mehr nur die Unterhaltskosten für das nächste Jahr, sondern man will wissen, was die Anlage in den nächsten vier bis acht Jahren an Kosten für Reparaturen und den Unterhalt verursachen wird. Mit Hilfe dieser Beurteilungen und den daraus resultierenden Berichten und empfohlenen Maßnahmen können somit diese Kosten geplant und die präventive Wartung optimiert werden. Dies wiederum trägt zu einer hohen Anlagenverfügbarkeit bei.

Zum Abschluss versicherte Pascal Clémençon den anwesenden Gästen in Münchenwiler: „Sie können sich weiterhin auf unsere Dienste verlassen, in gewohnter Qualität und mit denselben Ansprechpartnern.“ Das geplante Wachstum der //wifag Services werde sich positiv auf die Flexibilität in allen Bereichen auswirken. Clémençon unterstrich aber auch, dass man nur zusammen mit den Kunden und den entsprechenden Aufträgen in der Lage sei, das nötige Fachwissen rund um die //wifag-Technik langfristig zu sichern und somit die Betriebsmittel in den Druckereien am Laufen zu halten.

//wifag Services auf der IFRA-Expo

Die //wifag Services meldet sich auch bei der Branchenmesse IFRA World Publishing Expo vom 9. bis 11. Oktober 2018 zurück: Die Zeitungtechnik-Spezialisten werden in Berlin mit einem eigenen 30 Quadratmeter großen Messestand vertreten sein (Halle 21a, Standnummer D.16).